Vier Grundregeln der Roadtrip-Planung
Bei der Planung und Durchführung unserer Roadtrips haben sich über die Jahre vier Grundsätze als äußerst hilfreich etabliert:
Mindestens wöchentlich Waschmaschine und Trockner in der Unterkunft
Wir werden euch nun erklären, was genau es mit diesen Regeln auf sich hat und warum auch Grundregeln manchmal gebrochen werden müssen:
150km pro Reisetag
Vermutlich werdet ihr jetzt denken:
„150km ist aber etwas wenig- ich bin schon deutlich längere Strecken am Tag gefahren!“.
Hierbei ging es dann vermutlich auch nur um das möglichst effiziente Fahren von Ort A nach Ort B.
Bei einem Roadtrip ist aber der Weg wesentlicher Teil des Erlebnisses!
Man vergisst bei der Planung recht schnell, dass es bei einem Roadtrip nicht darauf ankommt, eine möglichst große Distanz pro Tag abzureißen. Vielmehr möchte man etwas sehen, Land und Leute erleben.
Die schönsten Dinge entdeckt man meist, wenn man sie nicht erwartet und dann ist es schön, wenn man auch die Zeit hat, kurz anzuhalten, um sie zu genießen.
Das klappt aber nicht, wenn man noch 300km vor sich hat und den ganzen Tag im Auto sitzend stumpf an allem vorbei fahren muss, damit man überhaupt irgendwann ankommt!
Jede Minute, die ihr im Auto verbringt, verbringt ihr nicht woanders!
Natürlich soll das nicht bedeuten, dass man niemals mehr als 150km pro Tag fahren soll! Seht diesen Wert vielmehr als tägliches Kilometerguthaben auf eurem Roadtrip-Konto.
Auch auf unseren Reisen gibt es regelmäßig Tage, an denen wir teils sogar 500 Kilometer und mehr fahren müssen, um einfach die riesige Distanz zwischen zwei sehenswerten Orten zu überwinden. Solche Tage werden dann aber auch von vorneherein bewusst als reine Fahrtage geplant. So hat man genug Zeit, um spontan an schönen Orten anzuhalten, um sich diese genauer anzuschauen oder auch mal den langsameren Scenic Byway (siehe Regel Drei) wählen zu können.
Wichtig ist aber, dass man vor oder nach einer solchen Etappe für den passenden Ausgleich sorgt (siehe Regel Vier)!
Haltet bei der Planung eurer Route auch stets im Hinterkopf, dass 150 Kilometer mehr sind, als es auf den ersten Blick scheint und man für diese Distanz bereits zwei Stunden einplanen muss. Mindestens!
Unser Roadtrip-Planer, den ihr kostenlos in der Bibliothek herunterladen könnt, berechnet automatisch eine Maximaldistanz-Empfehlung, die sich aus Fahrtagen und „Bonuskilometern“ je Erholungstag ergibt. Wenn ihr bei eurer Gesamtstrecke unterhalb dieses Wertes bleibt, steht einem spannenden, erlebnisreichen aber dennoch erholsamen Roadtrip nichts mehr im Wege!
Ihr möchtet Amerika bereisen, nicht einfach nur durchfahren!
Byways vor Highways
Navigationsgeräte (oder inzwischen wohl eher Smartphones mit Google Maps) sind eine unfassbar tolle Sache auf einem Roadtrip. Sie ersparen einem lästiges Kartenwälzen, führen einen auch bei ungeplanten Änderungen sicher ans Ziel und kennen den direkten Weg zum nächsten Supermarkt.
Die automatische Navigation bringt jedoch leider die „dumme“ Eigenschaft mit sich, nach der schnellsten und effizientesten Route zu suchen. Und so führt in den meisten Fällen der Weg über die nächste Interstate.
Auch wenn amerikanische Highways meist nicht so abgeschottet sind wie unsere deutschen Autobahnen, ist „zügig vorwärtskommen“ auch bei Highways der maßgebliche Faktor – und so bleibt einem in der Regel lediglich der kurze Blick auf die schnell vorbeiziehende Landschaft.
In unserem Artikel Alles rund ums Fahren erläutern wir euch die Scenic Byways. Dies sind besonders schöne Routen, auf denen „Sehen und Erleben“ wichtiger ist als „zügiges Vorwärtskommen“ und denen man so oft wie möglich den Vorzug vor der effizientesten Route geben sollte!
Alle sieben Tage eine Unterkunft mit Waschmaschine und Trockner
Im Artikel Endlich Kofferpacken erklären wir euch unter anderem, weshalb wir bei unseren Roadtrips lediglich Kleidung für etwa sieben Tage mitnehmen und diese dann vor Ort waschen und trocknen.
Dies macht es dann natürlich erforderlich, dass unsere Unterkünfte regelmäßig entsprechende Geräte bereitstellen.
Achtet auf die richtige Balance zwischen Fahr- und Erholungstagen
Die richtige Reisedauer zu finden ist gar nicht so leicht. „Möglichst lang“ wird man jetzt vermutlich etwas unbedarft sagen, aber: je länger ein Roadtrip wird, desto mehr rückt ein weiterer, wesentlicher Aspekt in den Vordergrund: die ReiseAUSdauer!
Was man nicht vergessen sollte: Ein Roadtrip macht zwar unglaublich viel Spaß, ist aber kein Entspannungsurlaub!
Man sieht viel, man erlebt viel – man fährt viel.
Auf das Wesentliche reduziert bedeutet ein Roadtrip nämlich folgendes:
absichtlich überspitzte Darstellung 🙂
Würde man dieses Procedere zwei Wochen lang nonstop so durchziehen, hätte man gelinde gesagt sehr schnell die Schn**ze voll und hätte überhaupt keinen Sinn mehr für die Schönheit der jeweiligen Gegend.
Deshalb ist es wichtig, regelmäßig etwas Ruhe in die Reise zu bringen, um die persönlichen Akkus wieder aufzufüllen. Mehrtägige Aufenthalte an interessanten Orten oder Städten sind da ein gutes Mittel, denn sie vermitteln ein Gefühl von „Ankommen“. Aber auch einen reiner „Faulenztag“ (oder bei längeren Roadtrips sogar eine Faulenzerwoche, quasi ein Urlaub im Urlaub), an dem man sich mal gar kein oder nur ein ruhiges Programm vornimmt, sollte man gelegentlich ins Auge fassen.
Eine ausgewogene Balance zwischen Fahr- und Erholungstagen
ist der Schlüssel für einen guten Roadtrip!









