Allgemein,  Hin- und Rückreise

Effizientes Kofferpacken

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Es ist soweit: der Abflug ist in greifbarer Nähe und es wird Zeit, die Koffer aus dem Keller zu holen. Kofferpacken ist nicht gleich Kofferpacken, deshalb möchten wir euch hier nicht nur die üblichen Tipps geben, was alles in den Koffer gehört- wir möchten lieber noch ein paar persönliche Kniffe verraten, wie wir unser Gepäck optimieren, praktische Utensilien für den Flug im Handgepäck verteilen,….
Wichtig: alle Angaben hier beruhen (wie alles auf dieser Internetseite) auf unseren persönlichen Erfahrungen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder allwissende Richtigkeit!

Den mit Abstand wichtigsten Grundsatz geben wir euch direkt am Anfang dieses Artikel:

Es ist vollkommen unnötig, Wäsche für jeden Tag
der Reise und für jede Eventualität einzupacken!

Inhaltsverzeichnis:
Größe und Gewicht
Wann sollte man anfangen zu packen?
Wieviel Wäsche sollte man mitnehmen?
Was gehört unbedingt in den Koffer?
Unser Tipp: Hinflug mit Koffer-in-Koffer
Das „Komfort-optimierte“ Handgepäck

Größe und Gewicht

Aufgabegepäck:

Bei allen von uns bisher genutzten Fluggesellschaften betrug die Freigrenze des Aufgabegepäcks 23 kg. Mögliche Kulanz bei Überschreitung haben wir bisher nie ausgenutzt und legen dank eigener Kofferwaage* stets eine Punktlandung hin.

Handgepäck:

Unserer Erfahrung nach, werden die Handgepäckbestimmungen bei Langstreckenflügen deutlich entspannter angewandt als bei z.B. Billigflügen. Während die Mitarbeiter solcher „Nur Handgepäck-Flüge“ geradezu penibel darauf achten, dass die vorgeschriebenen, teils reduzierten Größen eingehalten werden, so haben wir ein vergleichbares Verhalten bei Flügen in die USA bisher noch nicht erlebt: alles, was übliche Trolleygröße* hat, geht auch als Handgepäck durch.
Das zulässige Maximalgewicht des Handgepäcks unterscheidet sich je nach Gesellschaft, wir haben es allerdings noch nie erlebt, dass das Gewicht überprüft wird und nehmen es deshalb auch nicht ganz so genau mit dem tatsächlichen Gewicht.
Selbstverständlich sollte man sich darüber klar sein, dass immer die Möglichkeit besteht, dass ein Flug stark belegt ist und man bei Check-In oder Gepäckaufgabe aufgefordert wird, das Handgepäck ebenfalls aufzugeben- in diesem Fall könnte ein deutlich zu schweres Handgepäck natürlich blöd auffallen.

Persönlicher Gegenstand:

Die meisten Fluggesellschaften erlauben neben dem Handgepäck einen weiteren, persönlichen Gegenstand, z.B. eine Damenhandtasche oder eine Notebooktasche. Aber auch unsere Notebook-Rucksäcke* wurden bisher kommentarlos akzeptiert.

Wann sollte man anfangen zu packen?

Wer erst am Abend vor der Abreise mit Packen beginnt, könnte ein wenig spät dran sein- zu groß ist die Gefahr, dass man irgendetwas vergessen hat.

Tatsächlich holen wir bereits einige Tage vorher den ersten Trolley aus dem Keller, in dem wir schonmal die Sachen deponieren, die uns zwischendurch einfallen („die man sonst eh wieder vergisst“). Das restliche Gepäck folgt dann ein, zwei Tage vor der Abreise (auch, damit es noch ein wenig „auslüften“ kann).

Wieviel und welche Wäsche sollte man mitnehmen?

Man sollte sich bereits bei der Planung von dem Gedanken lösen, genug Wäsche für den gesamten Reisezeitraum mitnehmen zu wollen. Allein der Versuch sprengt fast die Gewichtsgrenze eures Reisegepäcks.

Für uns hat sich als sinnvolle Menge Kleidung für etwa sieben Tage bewährt, die wir dann unterwegs waschen und trocknen.

Dieses Vorgehen bietet einige praktische Vorteile:

Man spart enorm viel Gewicht und Koffervolumen

Leichte Koffer lassen sich sowohl auf dem Hinflug, als auch während des Roadtrips selbst viel einfacher handhaben.
Außerdem sammelt man auf einem Roadtrip nicht nur Erfahrungen und Erinnerungen:
ein schönes T-Shirt hier, ein Souvenir dort- das möchte man ja am Ende auch alles mit nach Hause nehmen. Umso besser, wenn man da noch ein paar Gewichts- und Volumenreserven hat!

Man verhindert Unordnung
und Chaos

Niemand wird im 24-Stunden-Rhythmus abends den Koffer auspacken, um ihn am nächsten Morgen wieder einzupacken. Auf einem Roadtrip lebt man somit faktisch aus dem Koffer.
Es ist deutlich einfacher, mit wenigen Kleidungsstücken Ordnung zu halten, statt sich täglich durch einen überfüllten Koffer zu wühlen!
Und wir wissen doch alle, wie wir Männer sind: „ich will das dritte T-Shirt von unten- und das ziehe ich dann auch einfach aus dem Koffer – ganz egal, was aus der Wäsche darüber wird!“ 🙂

Man muss nicht für alle Eventualitäten ausgerüstet sein

Ihr fliegt nicht auf den Mars, sondern in ein Land mit vielen tollen Geschäften, in den euch freundliche Mitmenschen alles verkaufen, was ihr benötigen könntet! Deshalb ruhig etwas Mut zur Lücke und lasst den „Sicher-ist-sicher“-Wollpullover bei eurem California-Roadtrip ruhig zu Hause im Schrank und shoppt einfach ein passendes Kleidungsstück, wenn es nötig sein sollte- so habt ihr auch direkt ein tolles Erinnerungsstück, das euch zukünftig zu Hause bei jedem Tragen an den tollen Urlaub erinnert!

Perfekter Helfer: Vakuumbeutel

Unglaublich praktisch und für uns inzwischen auf jeder Reise dabei sind diese Vakuumbeutel in verschiedenen Größen. Dank Handpumpe lässt sich ganz einfach überflüssige Luft aus Kleidungsstücken absaugen und selbst ein dicker Winterpullover findet ein äußerst kompaktes Plätzchen im Reisekoffer.
Die Zeiten des „Auf den Koffer setzen“ und „Reißverschluss mit Gewalt zu ziehen“ sind damit dann vorbei!

Und keine Sorge: sobald man den Beutel am Zielort öffnet, sieht die Kleidung wieder genau wie vorher aus!

Wir verwenden seit Jahren ein Komplettset von Amazon Basics* und können sie als sehr robust empfehlen: bisher haben wir erst einen einzigen Beutel wegen Undichtigkeit entsorgt.

Was gehört unbedingt in den Koffer?

Diese Frage möchten wir mit einem Verweis auf unseren Downloadbereich beantworten, denn dort findet ihr eine übersichtliche Checkliste zum Abhaken als PDF.

Unser Tipp: Hinflug mit Koffer-in-Koffer!

Auf dem Hinflug ist unser Reisegepäck noch äußerst überschaubar, so dass wir sämtliche Kleidung, Utensilien und was-sonst-so-mit-muss problemlos in einem Koffer unterbringen können. Dies bedeutet, dass der zweite Aufgabekoffer komplett leer bleiben kann- und auch das zweite Handgepäck ist auf dem Hinflug noch ohne Inhalt, da die meisten Utensilien in den Rucksäcken Platz finden.
Deshalb erleichtern wir uns den Hinflug und packen das zweite Handgepäck kurzerhand in den zweiten Aufgabekoffer- so hat man während des Hinfluges und am Flughafen nur noch einen Trolley, um den man sich kümmern und einen Platz in den Staufächern der Flugzeugkabine suchen muss.

Warum wir mit zwei leeren Koffern nach Amerika fliegen? – ganz einfach: damit wir auf dem Rückflug genug Raum für Souvenirs, Süßigkeiten und sonstige Fundstücke haben! 🙂

Das „Komfort-optimierte“ Handgepäck:

Die Vorstellung, mehrere Stunden in einem Flugzeug verbringen zu müsse, ist für viele eine nicht sonderlich reizvolle Vorstellung: Wenig Bewegungsfreiheit, der Lärm der anderen Passagiere und die Frage „Was mache ich nur die ganze Zeit?“ sind nur einige der Unannehmlichkeiten, denen man sich stellen muss.
Aber mit ein paar kleinen Kniffen lässt sich das persönliche Wohlbefinden recht gut in der grünen Zone halten. Mit jeder Reise haben wir Inhalt und dessen Verteilung in unserem Handgepäck weiter optimiert und nutzen tatsächlich nur einen unserer beiden Handgepäcktrolleys, sowie unsere beiden Rucksäcke für die Utensilien, die wir während Hin- und Rückreise benötigen oder lieber bei uns tragen wollen.

Der zweite Trolley ist auf dem Hinflug, wie oben beschrieben, im leeren Aufgabekoffer- und wir nutzen ihn dann auf dem Rückflug als zusätzlichen Souvenir-Reserve.

Over Ear-Bluetooth Kopfhörer mit Active Noise Cancelling

Dieses Reiseutensil ist mit einem Tastendruck in der Lage, alle anderen Passagiere quasi vollständig akustisch auszublenden und erzeugt euren privaten Raum der Stille!

Dank aktiver Geräuschunterdrückung und geschlossener Hörmuschel haben Kindergeschrei, der schnarchende Sitznachbar oder auch das Dröhnen der Flugzeugturbine keine Chance.
So könnt ihr völlig stressfrei und ohne Lärmpegel Filme schauen, Musik hören oder auch einfach nur schlafen!
Achtet beim Kauf darauf, dass der Kopfhörer einen Klinkenanschluss besitzt (bei Overears praktisch immer vorhanden), damit ihr ihn auch für das Boardentertainment verwenden könnt.

Wir nutzen den Soundcore Space One Pro* und können ihn vorbehaltlos empfehlen: toller Sound, gute App und sehr kompakt faltbar.

Hier* gibt es auch das perfekt passendes Case dazu!

Nackenhörnchen

Nackenhörnchen gibt es in vielen verschiedenen Varianten von Aufblasbar bis Vollplüsch. Wir besitzen Nackenkissen von Flowzoom*, die sehr vielseitig und komfortabel sind.

Das Besondere an diesem Kissen ist die Form mit schmal gehaltenem Nackensteg, die eine Verwendung sowohl hinter, als auch vor dem Kopf ermöglicht.
Geliefert wird das Hörnchen mit einer anknöpfbaren Kapuze (für zusätzliche Verdunklung und etwas mehr Privatssphäre beim schlafen) und einer ausreichend dimensionierten Tasche- so kann alles für den Transport auf die Größe eines dicken Paar Socken reduziert werden.

Notfallset „Flugausfall“

Flugverspätungen sind keine Seltenheit- und auch Flugausfälle kommen relativ häufig vor.
Wir selbst hatten bereits zwei Mal das Vergnügen, nach Flugstreichung eine Nacht in einem Flughafenhotel zu verbringen und erst am nächsten Tag in einen Flieger steigen zu können.

Das Problem dabei ist meistens: euer Gepäck befindet sich bereits eingecheckt im Flughafen und ihr kommt auch nicht mehr dran!

Deshalb sind wir vor einiger Zeit dazu übergegangen, ein kleines Notfall-Übernachtungs-Kit bestehend aus:

  • jeweils eine Garnitur Unterwäsche und T-Shirt pro Reisendem
  • eine Doppelpackung Zahnbürsten
  • einer Minitube Zahnpasta

in einer der oben erwähnten Vakuumtüten (Größe S) möglichst flach „einzuschweißen“ und in unserem Handgepäck zu verstauen.

Denn so kann man im Fall der Fälle am nächsten Tag zumindest mit frischen Sachen die Weiterreise antreten – ein nicht zu unterschätzender Komfortgewinn!

Kunststoff-Case für SIM-Karten

Wie im Artikel Handykarte USA erläutert, sollte man sich im Vorfeld bei einem entsprechenden Anbieter eine SIM-Karte mit Datenvolumen für die USA besorgen.

Da es ziemlich teuer werden kann, die heimische SIM-Karte in den USA und umgekehrt zu verwenden, ist der beste Zeitpunkt für den Austausch im Flugzeug.
Damit die SIM-Karten aber nicht verloren gehen, empfehlen wir die Verwendung eines kleinen Kunststoff-Cases*, in dem die Karten (und ein Entriegelungstool) sicher bis zur Rückreise verstaut werden können.

Tipp: SIM-Karten lassen sich nur schwer unterscheiden. Deshalb haben wir in unserem Case zwei Klebeetiketten mit unseren Anfangsbuchstaben, unter denen wir unsere SIM-Karten verwechslungssicher befestigen.

USB-C Ladegerät mit US- und Euroanschluss

Um während Hin- und Rückreise sowohl in Deutschland, als auch in den USA unsere Geräte aufladen zu können, haben wir im Handgepäck immer dieses äußerst kompakte USB-C Ladegerät*.

Die Ausgangsleistung von 100 Watt ist stark genug, um nicht nur unsere Smartphones und Tablets zu laden, wir könnten ebenfalls unsere Notebooks damit betreiben.

Was sonst noch ins Handgepäck kommt:

Chips und Süßkram

Um beim Board-Entertainment gemütlich knabbern zu können, gehören für uns eine Dose Pringles und ne Tüte Weingummi einfach dazu!

Dicke Socken

Während des Flugs kann das Ausziehen der Schuhe die Bequemlichkeit erhöhen. Dummerweise kann es unter den Sitzen infolge des ständigen Luftaustauschs in der Kabine ziemlich kalt ziehen. Deshalb sind ein Paar Überziehsocken ein sicheres Mittel gegen kalte Füße!
Pro-Tipp von Nadine: beheizbare Socken mit Akku*

Leere Flasche

Die Tage von 100ml-Beschränkungen im Handgepäck sind zwar gezählt, dennoch ist es eine kluge Idee, eine Plastikflasche im Handgepäck zu verwahren, den praktisch an allen Flughäfen gibt es kostenloses Water-Refill-Stations. Und es ist nie verkehrt, etwas frisches Wasser zum Trinken dabei zu haben!

Reiseunterlagen

Um bei „digitalen Problemen“ nicht aufgeschmissen zu sein, nehmen wir auch weiterhin Kopien der wichtigsten Reiseunterlagen wie Bordkarten, ESTA-Genehmigungen und Mietwagen-Voucher in Papierform mit.

Empfehlenswert:

  • Kopfschmerztabletten
  • Desinfektions- und Reinigungstücher

Nicht vergessen:

Spotify-Playlisten zur Offline-Nutzung auf’s Handy laden!

Zum Beispiel unsere! 🙂