Was tun im Notfall?
Niemand denkt bei der Urlaubsplanung gerne an Unwetterkatastrophen, Krankheit oder sonstige Gefahren – und in den allermeisten Fällen verläuft der Urlaub auch ohne unliebsame Überraschungen.
Aber was, wenn doch etwas Unvorhergesehenes passiert?
Bei unserem letzten Roadtrip traf uns ein solches Problem völlig unvorbereitet: Plötzlich Hagel in Golfballgröße, dann heulten die Sirenen und wir hatten keinen Plan, wie wir uns richtig verhalten sollten.
Damit euch nicht das gleiche passiert, haben wir in diesem Artikel die wichtigsten Informationen für das richtige Verhalten im Notfall so kurz und prägnant wie möglich zusammengestellt. Es ist also ratsam, diesen Artikel einmal vollständig zu lesen. So verfallt ihr im Fall der Fälle nicht in Schockstarre, sondern habt zumindest eine erste Idee, was zu tun ist.
Und notfalls wisst ihr, wo ihr die Antworten nochmal nachlesen könnt: nämlich genau hier!
Inhaltsverzeichnis:
Notrufnummer
Medizinischer Notfall
Alarmsirenen
Weitere Sicherheitseinrichtungen
Grundsätzliche Handlungsempfehlungen
Nützliche Internetseiten
Zunächst die wichtigste Info:
Die Notrufnummer in den USA lautet
911
Noch bevor ihr diese Nummer im Notfall wählt, macht euch klar, dass ihr nur dann schnellstmögliche Hilfe erhalten könnt, wenn ihr die „Fünf W’s“ beachtet:
| WER ruft an? | Nennt Euren Namen. Zusätzlich könntet ihr dem Operator an dieser Stelle mitteilen, dass ihr Touristen in Amerika seid und inwieweit ihr der englischen Sprache mächtig seid. |
| WO ist der Notfall? | Straßenname, Hausnummer oder Querstraße Nicht davon ausgehen, dass das Handy geortet werden kann! Hilfreich sind auch Punkte wie Fast Food Restaurants, Tankstellen oder größere Geschäfte. |
| WAS ist der Notfall? | In einem Satz klar angeben, warum man den Notruf gewählt hat, zB „Meine Frau hat Atemnot„, „Es gab einen Verkehrsunfall mit Verletzten„ |
| WIE VIELE Betroffene? | „Es gibt, soweit ich es erkennen kann, drei Verletzte. Alle sind ansprechbar, einer blutet an der Hand. Wir benötigen einen Rettungswagen!“ |
| WARTEN auf Nachfragen! | Das letzte W ist besonders wichtig: Niemals einfach auflegen! Der Operator benötigt in der Regel so viele Informationen wie möglich, um euch bestmöglich helfen zu können. Er wird weitere Fragen stellen! Erst wenn der Operator ganz klar angibt, dass er alle Informationen hat und das Gespräch beendet werden kann, kannst Du auflegen! |
Wichtig:
Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den USA keine Unterscheidung zwischen Polizei (110) und Feuerwehr/ Rettungsdienst (112) – es ist immer die 911!
Medizinischer Notfall
Im Falle einer Krankheit oder eines anderen medizinischen Problems kann es erforderlich sein, die Notfallambulanz eines Krankenhauses (Emergency Room) aufzusuchen. Bei der Registrierung wird neben der Erfassung der persönlichen Daten und des Besuchsanlasses auch eine Kreditkarte verlangt zur Deckung der zu erwartenden Kosten.
Schaut euch in diesem Zusammenhang auch
unbedingt unseren Artikel Reisekrankenversicherung an!
Alarmsirenen
Die USA sind ein Land der Extreme – das gilt selbstverständlich auch für das Wetter!
Innerhalb von Minuten kann sich ein blauer Himmel verfinstern und plötzlich hört man Sirenengeheul.
Leider sind Warntöne landesweit nicht einheitlich geregelt, haben jedoch überwiegend die gleiche Bedeutung. Wesentlich sind hierbei zwei verschiedene Warnsignale, die wir euch ausnahmsweise durch extern verlinkte Youtube-Videos (bereitgestellt durch MardekSirenen) akustisch näher bringen wollen:
Vor Wettergefahren wird durch den Dauerton gewarnt. Eine genauere Unterteilung der Art der Gefahr gibt es nicht!
Letztendlich ist es aber völlig egal, welche Art Sirenensignal ihr hört, denn im Prinzip gilt für alle Signale die gleiche Handlungsanweisung und das ist auch das einzige, was ihr euch merken müsst:
Bei Sirenenalarm: umgehend das nächste Gebäude aufsuchen,
Radio und/oder Fernseher einschalten.
Weitere Sicherheitseinrichtungen:
Notfallbeleuchtung
In Hotels und öffentliche Gebäuden werdet ihr häufig besondere Lampen an den Wänden sehen, die aus zwei beweglichen Richtscheinwerfern mit Akku bestehen (besser noch ein Beispielbild Oak Alley AirBNB). Sie sind teil des Evakuierungssystems im Brandfall und werden bei Stromausfall automatisch aktiviert, um Fluchtwege auszuleuchten.
Wireless Emergency Alert (WEA)
Neben den Sirenen werden Warnhinweise nahezu augenblicklich an sämtliche Mobiltelefone geschickt, die im entsprechenden Gefahrenbereich eingeschaltet sind. Dabei ist es auch unerheblich, ob diese Geräte eine Simkarte haben oder ob das Handy auf „Lautlos“ gestellt ist: Bei Alarmierung wird der entsprechende Nachrichtentext als Popup auf dem Display eingeblendet und ein deutlicher Alarmton abgespielt.
Ein vergleichbares Warnsystem kennt man seit gut einem Jahr auch in Deutschland.

Verkehrswarntafeln „FLASH FLOOD AREA“
Gefährdete Straßen und Bereich in Überflutungsgebieten werden mit entsprechenden Verkehrsschildern gekennzeichnet.
Emergency Alert System (EAS)
Hierbei handelt es sich um ein landesweites Benachrichtigungssystem, das auf die gängigsten Fernseh- und Radiokanäle (AM & FM) aufgeschaltet werden kann. Im Alarmierungsfall überlagert das System die laufenden Fernseh- und Radioprogramme im gefährdeten Bereich mit automatisierten Ansagen.
Grundsätzliche Handlungsempfehlungen:
Die nachfolgenden Handlungsempfehlungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen von uns recherchiert, sollen euch in erster Linie allerdings nur als Denkanstoß dienen.
Beachtet im Ernstfall sämtliche Warnhinweise und Anweisungen der Sicherheitsbehörden.
Um ständig über die aktuelle Situation informiert zu sein bedeutet dies:
- Radio einschalten
- Handy einschalten und griffbereit halten
Unwetter, Tornados:
- Radio einschalten!
- Von Fenstern und Türen fern halten
- In geschlossenem Gebäude aufhalten
- Schutzbunker aufsuchen
- Aufenthalt im Freien meiden
- AUF GAR KEINEN FALL unter Brücken Schutz suchen!
Richtiges Verhalten im Notfall:
Wichtige und nützliche Internetseiten
National Weather Service (NWS)
Die offizielle Wetterseite der Regierung.
National Park Service (NPS)
Aktuelle Informationen zu Beeinträchtigungen in Nationalparks.
Storm Prediction Center (SPC)
Tägliche Risikobewertung bzgl. Tornados und schwerer Gewitter.






